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Die Haut

Die Wundheilung einer Tätowierung

Da eine frische Tätowierung auch eine Wunde ist wird hier erläutert was bei einer Wundheilung geschieht. Sie teilt sich in drei verschiedene Phasen auf.

- vaskuäre Phase
- exsudative Phase
- proliferative Phase

Die vaskuläre Phase:
Sie läuft in den ersten Minuten ab, schon während des tätowierens.
Blutgefäße die verletzt werden, verengen sich, um den Blutverlust zu minimieren. Blutplättchen(Thrombozyten)verschließen das verletzte Gewebe. Die Thrombozyten produzieren gleichzeitig Signalsubstanzen, die weiße Blutkörperchen(Leukozyten) anlocken. Diese stellen den ersten Schutz vor Mikroorganismen(Bakterien) dar.
Hierdurch bildet sich ein Blutgerinsel, das eintrocknet und Wundschorf entstehen läßt. Zur Wundabdeckung ist die Schorfbildung nützlich. Die noch lebensfähigen Zellen in der Wundumgebung sterben durch Austrocknung ab.

Die exsudative Phase:
Sie ist in den ersten Stunden nach dem tätowieren auf der Wunde zu beobachten. Sie ist eine Reaktion auf die in der ersten Phase abge- laufenen Vorgänge. Unverletzte Blutgefäße erweitern sich um das gesunde Gewebe zu versorgen. Verschiedene Zelltypen treten jetzt in Aktion und bieten Schutz vor Bakterien. Da es sich beim Tätowieren
um hautverträgliche Naturstoffe handelt, werden die Farbpigmente nicht als Fremdkörper erkannt. Die Haut akzeptiert sie problemlos und so kann ein farbenfrohes Tattoo entstehen

Die proliferative Phase:
Nach etwa 3-5 Tagen ist diese erreicht. Die Proliferationsphase ist ein komplexer Reperationsablauf mit mehreren Vorgängen, die sich in der Bildung neuer Blutgefäße und Zellen in einem Granulationsgewebe äußern. Jetzt wird der Wundschorf abgelößt und Zellen wachsen nach. Sie verschließen letzlich die Wunde und stellen funktionsfähiges Gewebe(Haut) wieder her.